Geburt darf leise sein. Geborgen. Und ganz bei dir- mein Weg ins Geburtshaus.
- herbsthanna
- 27. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Für mich war von Anfang an klar, dass Geburt ein kleiner, geschützter und sehr persönlicher Moment sein darf. Ich habe mir einen Ort gewünscht, der sich geborgen und ruhig anfühlt. Ein Krankenhaus verbinde ich nicht mit etwas Positivem – es ist für mich ein Ort, den man aufsucht, wenn man krank ist oder Hilfe braucht. Für die Geburt meines Kindes wollte ich mich jedoch gesund, sicher und getragen fühlen.
Deshalb habe ich mich entschieden, bei dieser wichtigen Entscheidung nicht nur auf den Kopf, sondern vor allem auf mein Gefühl und mein Bauchvertrauen zu hören. Gerade bei der Geburt war mir eines besonders wichtig: eine 1:1-Betreuung, echtes Dasein, volle Aufmerksamkeit und das Gefühl, nicht allein zu sein.
Da wir auf der Insel Föhr leben und es dort keine Möglichkeit gibt, vor Ort zu gebären, war klar, dass wir die Insel zur Geburt verlassen würden. Unser Weg führte uns auf das Festland, ins Geburtshaus Nordlicht in Twedt, zu Lena – an einen Ort, der von Wärme, Ruhe und Geborgenheit durchzogen ist. Schon beim Ankommen spürt man: Hier darf man loslassen, hier darf man sein.
Lena begegnete mir von Beginn an einfühlsam, ruhig und präsent. Mit ihrer zusprachenden, motivierenden und gleichzeitig sanften Art schuf sie einen Raum voller Vertrauen. Einen Raum, in dem ich mich gesehen, ernst genommen und sicher gefühlt habe. Nach dem ersten Kennenlerngespräch konnten auch die Zweifel und Sorgen meines Mannes weitgehend weichen – wir fühlten uns aufgefangen.
Das darauffolgende ausführliche Aufklärungsgespräch schenkte uns zusätzliche Sicherheit. In den Wochen danach begleiteten mich die Vorsorgeuntersuchungen und das Geburtsgespräch bei Lena, in dem ich all meine Wünsche, Gedanken und Gefühle zur Geburt äußern durfte. Alles durfte da sein – immer in Verbindung mit mir selbst, meinem Körper und meinem inneren Gefühl.
Am Tag der Geburt war ich ganz bei mir. Ich konnte mich fallen lassen, in mich hineinspüren und meinem Körper vertrauen. Lena war da – präsent und doch im Hintergrund, ruhig, aufmerksam und im stetigen Austausch mit mir und meinem Mann. Ich fühlte mich selbstbestimmt, getragen und frei, meinen eigenen Weg zu gehen.
Die Atmosphäre im Geburtshaus war genau so, wie ich sie mir gewünscht hatte: gemütlich, entspannt und ruhig. Wir waren unter uns, in unserem eigenen geschützten Raum, fern von Hektik und Fremdbestimmung. Es war ein Ort, an dem Geburt sich natürlich, kraftvoll und richtig anfühlen durfte.






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